Lakkadiven

Medizinische Informationen

 

 

Die Lakkadiven sind eine Inselgruppe in den Tropen. Zusätzlich läuft die Anreise über das indische Festland. Daher sollten rechtzeitig vor Reiseantritt mit einem Arzt oder Tropenmediziner eventuell notwendige besondere Schutzimpfungen abgeklärt werden. Außerdem sollten über diesem Weg allgemeine Informationen zu Krankheitsrisiken, zur medizinischen Versorgung und zu besonderen Vorkehrungen vor Ort eingeholt werden. Grundsätzlich sollte gemeinsam mit einem Arzt auch eine individuelle Reiseapotheke zusammengestellt werden.


Impfschutz


Grundsätzlich sind für Reisen nach Indien allgemeine Schutzimpfungen wie Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio empfehlenswert. Mit einem Arzt sollte die individuelle Notwendigkeit einer Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Pneumokokken besprochen werden. Je nach Aufenthaltsort und möglicher Gefährdung sollte ebenfalls die Notwendigkeit einer Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Meningokokken-Meningitis und Japanische Encephalitis erfragt werden.


Malaria und Dengue-Fieber


Die Lakkadiven gelten grundsätzlich als malariafrei. Da die Anreise jedoch über das Festland erfolgt, ist eine Prophylaxe der sicherste Weg, um eine Erkrankung zu vermeiden. Da in Indien den Touristen ggf. gefälschte Medikamente angeboten werden, sollte ein geeignetes Prophylaxemittel mitgeführt werden. Das gilt insbesondere für Rundreisen auf dem Festland. Indien ist ein Malariagebiet, besonders in nördlichen und östlichen Regionen wird der Erreger übertragen.

 

Ein ähnliches Krankheitsbild zeigt sich beim Dengue-Fieber. Dieses wird wie die Malaria übertragen und ist in Indien regional unterschiedlich verbreitet. Die Krankheit kann tödlich verlaufen, eine Impfung ist nicht möglich. Lediglich eine Prophylaxe wie gegen die Malaria ist möglich und dringend anzuraten.

 

Zusätzlich zu einer Prophylaxe sind allgemeine Schutzmaßnahmen gegen Moskitostiche anzuraten. Sollte es beim Aufenthalt oder nach der Reise zu Fieberanfällen kommen, ist dringend ein Arzt aufzusuchen.

 

Hygiene und Magen-Darm-Erkrankungen


Für Indien gelten die bekannten Hygieneempfehlungen. Das betrifft unter anderem auch das Trinkwasser. Dieses sollte wegen häufiger Verunreinigungen durch Keime und Bakterien nur aus verschlossenen Trinkflaschen oder Dosen konsumiert werden. Leitungswasser sollte unbedingt abgekocht werden. Außerdem sollten Lebensmittel gut gesäubert und durchgekocht/durchgebraten werden, um Infektionen mit Salmonellen, Wurmerkrankungen und anderen Erregern zu vermeiden. Eine gute Hygiene der Hände ist zusätzlich ratsam.

 

Für die Lakkadiven gelten grundsätzlich die gleichen Empfehlungen. Jedoch ist die Qualität der Speisen und Getränke im Hotel Resort in der Regel. Dennoch sollten die üblichen Hygieneempfehlungen für tropische Reiseziele beachtet werden.

 

AIDS und Geschlechtskrankheiten


Das Risiko, sich in Indien an HIV anzustecken, ist in den letzten Jahren gestiegen. Das gilt für das gesamte Land, speziell die Städte. Hier sind unter anderem ungeschützter Geschlechtsverkehr (auch mit heterosexuellen Partnern), Nadeln von Drogenspritzen und Tätowierbesteck als Infektionsquellen zu nennen. Außerdem besteht in allen Fällen eine Gefahr einer Infektion von Hepatitis B. Die Gefahr, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken, wird in Indien als besonders groß eingeschätzt. Daher ist der Gebrauch von Kondomen bei allen sexuellen Praktiken nachdrücklich zu empfehlen.

 

 

Sonstige Gesundheitsempfehlungen


Für die Lakkadiven sind aktuell keine besonderen über die genannten Gesundheitsrisiken bekannt. Beachten sollten Urlauber jedoch die besonders intensive Sonneneinstrahlung in Äquatornähe, die schnell zu schweren Verbrennungen und zum Sonnenstich führen kann. Das gilt insbesondere beim Sonnenbaden, Schwimmen und Schnorcheln. Ebenfalls sollten vor Ort Hinweise zu Strömungen beachtet werden. Diese können ungewohnt stark sein und zu gefährlichen Situationen beim Schwimmen und Tauchen führen.

 

Vor einer Reise nach Indien, auch bei Rundreisen und Kreuzfahrten, sollten die Urlauber bei einem Mediziner, einem Tropeninstitut oder dem Auswärtigen Amt grundsätzlich zusätzlich aktuelle Hinweise über Gesundheitsrisiken in den zu bereisenden indischen Regionen einholen.

 


Medizinische Versorgung/Krankenversicherung


Auf den Lakkadiven gibt es im Hotel Resort auf Bangaram einen Arzt, der die medizinische Grundversorgung garantiert. Dennoch verfügt Indien trotz seiner aufstrebenden Wirtschaftsstärke im Vergleich zu Europa in der Fläche über eine häufig unzureichende medizinische Versorgung. In Städten gibt es exzellente Krankenhäuser, auf dem Land ist der Weg zu einem Arzt zum Teil aber sehr lang und die Ausstattung und die Standards sind nicht selten schlecht. Grundsätzlich muss außerdem in Indien damit gerechnet werden, dass in kleinen Apotheken zum Teil gefälschte Medikamente angeboten werden. Urlauber sollten daher eine ausreichende Reiseapotheke mit sich führen.

 

Von großer Bedeutung bei einer Reise nach Indien ist ein ausreichender Versicherungsschutz. Eine entsprechende Auslandskrankenversicherung bieten die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Urlauber sollten bei Fernreisen wie auf die Lakkadiven grundsätzlich auch eine Reiserückholversicherung abschließen. Nur bei einem umfassenden Versicherungsschutz sind die Urlauber bei Unfällen oder medizinischen Notfällen wie Operationen ausreichend gegen finanzielle Risiken abgesichert.